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Kreisverwaltung Donnersbergkreis.


Aus dem Kreishaus:

1,5 Millionen Euro für Obermoschel

Gute Nachrichten für die Stadt Obermoschel: Sie erhält laut einer aktuellen Mitteilung des Mainzer Innenministeriums 1,5 Millionen Euro an Städtebauförderung aus dem Bund-Länder-Programm „Historische Stadt“. Die Fördersumme, von der der Bund 467.000 € übernimmt, soll in den Neubau eines Bürger- und Quartiertreffs fließen. Landrat Rainer Guth kommentierte den positiven Bescheid mit den Worten: „Hervorragend! Gerade für die kleinste Stadt der Pfalz ist das ein wichtiger Impuls. Obermoschel verdient und braucht diese Mittel dringend, ich freue ich mich sehr für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger!“ Das Förderprogramm sei ein bewährtes Instrument, um Vorhaben zu verwirklichen, die zur Erhaltung historischer Stadtkerne mit denkmalwerter Substanz beitragen. Gewachsene Baustruktur könne so erhalten und zeitgemäß fortentwickelt werden.


Engagement für Kriegsgräberfürsorge

Die beiden hiesigen Gesamtschulen engagieren sich besonders für die Friedensarbeit im Sinne des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Zusammen haben IGS Eisenberg und IGS Rockenhausen im Jahr 2019 über 1.300 € gesammelt. Dafür bekamen sie jetzt von Landrat Rainer Guth und der Beauftragten des Volksbunds im Donnersbergkreis, Luise Busch, bebilderte Urkunden überreicht. Deren Aufschrift sagt Dankeschön „für das hervorragende Ergebnis bei der Schulspende“. Das beeindruckende Foto zeigt junge Menschen vor einem riesigen Feld mit Grabkreuzen für gefallene Soldaten – und spricht für sich.

Dass Erinnerungen an die Gräuel beider Weltkriege wach gehalten werden, beurteilte der Landrat als wichtige Aufgabe, denn die junge Generation sei an solchen Themen „nicht mehr nah dran“. Originäre Begegnungen an früheren Kriegsschauplätzen, Grabfeldern und Gedenkstätten seien wirkungsvoller als jeder historische Vortrag, wurde bekräftigt. Die Lehrer Markus Gohl (IGS Rockenhausen) und Martin Dexheimer (IGS Eisenberg) ermunterte der Kreischef mit den Worten: „Bleiben Sie dran, grüßen sie alle, die bei den Sammlungen mitgemacht haben und motivieren Sie die jungen Leute, weiterhin so aktiv zu sein.“

Die beiden Lehrer sagten das gern zu. Man wolle das Konzept beibehalten und alljährlich eine Fahrt nach Verdun organisieren. Dass der Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge solche Fahrten organisiere, sei vielfach gar nicht bekannt. Luise Busch konnte bestätigen, dass der schon über 100 Jahre (heute im Auftrag der Bundesregierung) tätige Verband seine Arbeitsschwerpunkte verändert habe. Neben der Ursprungsaufgabe Unterhaltung und Pflege von Kriegsgräbern an vielen Orten in Europa, sorge er jetzt verstärkt für internationale Jugendtreffen, unterhalte auch eigene Seminarhäuser. Diese Arbeit sei auf jeden Fall unterstützenswert, wurde bekräftigt. Über das Engagement der Schulen zeigte sich Luise Busch erfreut, bedauerte aber zugleich, dass sich in größeren Orten immer weniger Leute an der jährlichen Sammelwoche im November beteiligen.

 

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